darstellendes
Theater beginnt dann, wenn eine Person es wagt, sich auf das Experiment «Spiel» einzulassen, die Kraft aufbringt, sich vor den Augen anderer zu zeigen und dabei den Fokus bei sich behält. Die Lebendigkeit und Kreativität, welche der Theaterarbeit entspringt, ist „lebenserfrischend“.
so tun als ob
Die meisten Menschen akzeptieren heute, dass ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung und sportliche Betätigung gut für ihre Gesundheit sind. Was wenn ein Theaterprojekt Sie neben der Physiotherapie o.a. fit hält? In manchen Ländern verschreiben ärztliche Dienste bereits Tanz- und Museumsbesuche, um die psychische Gesundheit oder chronische Schmerzen zu behandeln.
Das möchten Sie auch ausprobieren? In einer Selbsterfahrungs-Sequenz probieren Sie im Schutz von Rollen kühnste, lustigste, traurigste, sehnsuchtsvollste, hasserfüllteste, liebevollste Charaktere aus. In der Weltliteratur finden sich alle Themen, die uns Menschen herausfordern, mit denen wir umgehen und das Leben gestalten.
Sie erfahren Konzepte der Dramatherapie durch persönliches Handeln. Drama heisst: Handeln, Tun! Einmal in einer Rolle den Schmerz der Ablehnung spüren und ihm handelnd Ausdruck verleihen. In anderen Rollen und Texten die Wut, die Hinterlist, die Sehnsucht, die Scham, die Hoffnung l e b e n d i g spüren und mit dem eigenen Körper gestalten. Zum Abschluss passiert eine Werkstatt-Aufführung mit zugewandtem Publikum, das Zeugenschaft ablegt.
„Probieren geht über studieren“, melden Sie sich unverbindlich bei mir.
Die letzten 3 Umsetzungen:
UMPOLEN 1/2025): Schreib mit der schönen Hand! Sei ein braves Mädchen!
Halte dich still. Mach es so, wie es dir gesagt wird. Fragen nach dem Sinn des
Umpolens führen zu dieser Theaterarbeit.
SONNTAGNACHMITTAGE (4/2023): Henrik Ibsen’s NORA oder EIN PUPPENHEIM diente als Grundlage, aber auch Geschichten aus dem persönlichen Erleben wurden in ein theatralisches Kaleidoskop verwoben. Langeweile, Tatendrang, Sensationslust, Stolz, Zugehörigkeit, Einsamkeit und Scham … Let’s groove on a Sunday afternoon!
MEIEREI (9/2022): Frau Meier merkt, dass irgendwas mit der Welt, in der sie bis jetzt gelebt hat, nicht stimmt und beschliesst zu fliegen – auszufliegen. Kurztheaterstück frei nach Wolf Erlbruch, »Frau Meier, die Amsel« anlässlich einer Pensionierung vor geschlossener Gesellschaft aufgeführt.
playback theater
Playback Theater ist eine Form des improvisierten Theaters, das auf den spontanen Erzählungen und Darstellungen persönlicher Erfahrungen aus dem Publikum beruht.
Playback Theater wurde 1975 von Jonathan Fox ins Leben gerufen und mit Jo Salas und der Original PT-Company weiterentwickelt. Auf allen Kontinenten haben sich Playback Theatergruppen gegründet, die in vielen verschiedenen sozialen Kontexten und mit den verschiedensten Gruppen von Menschen wirken. Jonathan Fox sieht darin den Versuch, ein Theater zu schaffen, das die dramatische Darstellung auf die Gemeinschaft bezieht, ritualisiert und beispielhafte Funktion hat. Jo Salas bezeichnet es als eine Form der Kunst und interaktiver, sozialer Erfahrung.
Bei einer Playback Theateraufführung gibt es kein Textbuch, aber einen Rhythmus und bestimmte Sequenzen. Nach einer Einführung ist jemand bereit eine Geschichte zu erzählen. Wird der Rahmen vom Ensemble gewährleistet, stellt sich Sicherheit im Publikum ein. In dieser Atmosphäre sind persönliche Geschichten willkommen und werden gewürdigt.
Interview Jonathan Fox Liebe Andere (Link zu youtube)
lesungen
magda frechtman kam von košice
Madeleine (Magda) Frechtmans Erinnerungen als Holocaustüberlebende sind ergreifend. Nach einer glücklichen Kindheit und Jugend in der slowakischen Stadt Košice geriet Madga in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und überlebte diesen Albtraum auf ihre Weise. Ihr langer und schwerer Weg bis nach Schweden wurde von ihrer einzigen Tochter übersetzt und bebildert.
Jonsson Ewa (2018). Magda Frechtman kam von Košice. Autobiografie. Übersetzung Ewa Jonsson. Eigenverlag.
zum fisch musst du geranien essen
Texte und Bilder von Maja Bosshard
Szenische Lesung mit Musik
Aus dem Klappentext: «So entstanden im Laufe ihrer inneren Kämpfe Bilder, Objekte, Gedichte und Kurztexte, die ihre Gratwanderung dokumentieren und uns mit ihrem Schillern zwischen vertraut und unvertraut, mit ihrer Direktheit und ihrem existenziellen Gehalt in ihren Bann ziehen.» Ursula Sauser-Bosshard, Schwester der Autorin und Herausgeberin des Buches, ist es ein Anliegen, die Bilder und Te
xte von Maja Bosshard einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Geschichten von Maja Bosshard zu hören hilft einigen Menschen aus ihrer Isolation zu treten. Durch die Veröffentlichung der Texte wird Teilhabe ermöglicht, welche Menschen erkennen lässt, dass gewisse psychische Vorgänge nicht nur individuelles Geschehen sind.
Bosshard Maja (2003) Zum Fisch musst du Geranien essen. Herausgegeben von Ursula Sauser-Bosshard. Verlag Edition 8 Zürich
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